1250 Jahre Kirchheimbolanden

Langjährige Freundschaft zwischen Weilburg und Kirchheimbolanden wird weiter ausgebaut

Herzlicher Empfang für die Weilburger Delegation in Kirchheimbolanden - von links nach rechts: Barbara Erbe (Archivarin Ev. Kirchengemeinde Weilburg), Dr. Klaus Kremb (Historiker, Kirchheimbolanden), Isabell Heep (2. Vorsitzende Ev. Kirchengemeinde Weilburg), Matthias Knaust (Stadtrat und 2. Vorsitzender Geschichtsverein Weilburg) Miriam Zoth (Vorstandsmitglied Geschichtsverein Weilburg), Dr. Marc Muchow (Stadtbürgermeister Kirchheimbolanden) und Mesut Mermer (Schatzmeister Geschichtsverein Weilburg)  - Foto: ©Isabell Heep

(mk) Kirchheimbolanden/Weilburg. Vor 1250 Jahren wurde Kirchheimbolanden erstmals urkundlich erwähnt. Beide Städte verbindet eine langjährige enge Freundschaft, die aus einer gemeinsamen Ära der nassauischen Geschichte stammt. Stadtrat Matthias Knaust, der in Vertretung des Weilburger Bürgermeisters Dr. Johannes Hanisch an dem Festakt zum Jubiläum in der Stadthalle von Kirchheimbolanden teilnahm, betonte in seinem Grußwort die enge Verbundenheit beider Städte, die durch ihre gemeinsame Geschichte bereits seit dem Ende des 14. Jahrhunderts besteht. Begleitet wurde er durch eine Abordnung des Weilburger Geschichtsvereins und der evangelischen Kirchengemeinde.

 

Matthias Knaust erinnerte in seiner Rede daran, dass die vielleicht größte Blütezeit Kirchheimbolandens unter Graf Carl August von Nassau-Weilburg bestand, der später zum Fürsten ernannt wurde, und seinem Sohn Carl Christian. Ihnen diente Kirchheimbolanden Mitte des 18. Jahrhunderts als Regierungssitz. Viele Gebäude in Kirchheimbolanden erinnern noch heute an diese Zeit, so zum Beispiel die barocke Paulskirche, die der Weilburger Schlosskirche auch in vielen Details nachempfunden ist. 1793 ist dann aber der gesamte Hofstaat auf der Flucht vor Napoleon schließlich nach Bayreuth übergesiedelt.

 

Damit endete die Zeit als Residenzstadt. Auch Weilburg ereilte ein ähnliches Schicksal. Im Jahre 1806 wurde Nassau-Weilburg Mitglied des Rheinbundes und schloss sich mit Nassau-Usingen zum Herzogtum, Nassau zusammen. Mit dem Titel einer Residenzstadt war es aber für Weilburg recht bald vorbei, als der gesamte Hofstaat 1816 nach Wiesbaden übersiedelte. Matthias Knaust wies abschließend darauf hin, dass zahlreiche Parallelen in der langen viele Jahrhunderte zurückreichenden Geschichte von Kirchheimbolanden und Weilburg beständen. Aber gerade daraus entstehe eine tiefe Verbundenheit beider Städte, auf die man stolz sein könne und gemeinsam von beiden Seiten noch weiter intensiviert werden sollte.

 

Stadtrat Matthias Knaust bedankte sich abschließend auch für die große Gastfreundschaft, die der Weilburger Delegation zuteilwurde. Der Historiker Dr. Klaus Kremb, der sich als ausgewiesener Kenner der Geschichte Kirchheimbolandens und Nassaus erwies, führte zuvor die Gäste durch die Altstadt, das Museum und schließlich in die Paulskirche, wo eigens für den Besuch aus Weilburg ein kleines Orgelkonzert zelebriert wurde, ehe nach einem gemeinsamen Essen der Festakt in der Stadthalle erfolgte. Zahlreiche Gespräche auf politischer, vor allem aber auf kultureller Ebene bis weit in den späten Abend hinein ließen den erfolgreichen Besuch in Kirchheimbolanden ausklingen.

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