Ein fürwahr großer Europäer wird 80: Werner Richter aus Weilburg

 

 

Weilburg (HPS). – Mit Werner Richter (Weilburg-Waldhausen) feiert am 24. Juni ein großer Europäer seinen 80. Geburtstag. Seit 1958 gestaltet Werner Richter die Weilburger europäische Städtepartnerschaftsarbeit entscheidend mit. Viele Jahre war er Vorsitzender der Europa-Union Oberlahn. Als Mitbegründer des Weilburger Geschichtsvereins in 1980 gehört er heute noch dem Vorstand an. Aber auch in seinem Heimatort Waldhausen engagiert er sich im Verkehrs- und Verschönerungsverein. Für seine herausragenden Verdienste verlieh die Stadtverordnetenversammlung Weilburg 2007 auf Vorschlag vom damaligen Bürgermeister Hans-Peter Schick mit der Ehrenmedaille in Gold Werner Richter die höchste Auszeichnung der Stadt. Werner Richter zeichnet sich in seinem Wirken durch eine glänzende Allgemeinbildung sowie hohe Fachlichkeit und Sachlichkeit aus. Das Miteinander der Menschen zu fördern ist ihm ein Herzensanliegen, ob in Weilburg oder in Europa.

 

Geboren wurde Werner Richter am 24. Juni 1940 in Weseritz; heute heißt die kleine Stadt in Westböhmen Bezdruzice. Mit dem ersten Güterzug heimat-vertriebener Menschen aus dem Sudetenland kam Werner Richter am 4. Februar 1946 in Weilburg an, gemeinsam mit seinen beiden Geschwistern und seiner Mutter. Der Vater musste von 1945 bis 1948 in der Tschechoslowakei zwangsarbeiten, ehe er auch nach Hirschhausen kam. Über Weilmünster und Essershausen kam die Familie dann Ende März 1946 nach Hirschhausen. Dort erhielt die Mutter eine Stelle als Lehrerin in der Volksschule. Werner Richter besuchte das Gymnasium Philippinum in Weilburg; nach dem Abitur studierte er auf Lehramt Anglistik und Geschichte in Frankfurt und in den Jahren 1963 und 1964 an der University of Hull in Yorkshire. 1966 zog Werner Richter nach Waldhausen. 1965 hatte er seine Frau Margarete aus Waldhausen kennengelernt. 

 

Werner Richter bringt sich seit 1958 in die Weilburger Städtepartnerschaftsarbeit ein: So reiste er bereits in den 50er Jahren nach Privas in Frankreich. Überhaupt leistete er in den über 60 Jahren wertvolle Beiträge zu den Städtepartnerschaften mit Privas/Frankreich (seit 1958), Tortona/Italien (1964 – 2008), Zevenaar/Niederlande (1966), Kezmarok/Slowakei (1998), Colmar/Berg (2004), Kizilcahamam/Türkei (2006) und Quattro Castella/Italien (2010). Neben seiner Grundeinstellung als überzeugter Europäer baute Werner Richter auch mit seiner fremdsprachlichen Gewandtheit zahlreiche Brücken von Mensch zu Mensch. Stets hat Werner Richter bis heute das gemeinsame europäische Haus überzeugend gelebt und wurde so zum Vorbild für viele. 

 

Besonders verbunden ist Werner Richter dem Geschichtsverein Weilburg und bringt stets ein umfangreiches historisches Wissen in das Vereinsleben, Veranstaltungen und Ausstellungen ein.

 

Aber auch in der Weilburger Kommunalpolitik war Werner Richter aktiv, so im Ortsbeirat Waldhausen sowie in Stadtverordnetenversammlung, Magistrat und Partnerschaftskommission.  

 

Beruflich wirkte Werner Richter jahrzehntelang als Lehrer in Wetzlar bis 2003 und nahm bis 2010 noch einen Lehrauftrag an der Justus-Liebig-Universität Gießen wahr.

 

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