Mi

28

Sep

2016

Auf den Spuren von Reformation und Renaissance

Präsentieren das Programm des Geschichtsvereins rund um „Graf Philipp und seine Zeit“: Bürgermeister Hans-Peter Schick, Matthias Losacker, Werner Richter, Schlossverwalter Frank Schröder und Christian Radkovsky. (Foto: Ulrike Sauer/Weilburger Tageblatt)
Präsentieren das Programm des Geschichtsvereins rund um „Graf Philipp und seine Zeit“: Bürgermeister Hans-Peter Schick, Matthias Losacker, Werner Richter, Schlossverwalter Frank Schröder und Christian Radkovsky. (Foto: Ulrike Sauer/Weilburger Tageblatt)

Eine Sonderausstellung im Weilburger Schloss mit Eröffnungsvortrag und Themenführungen unter dem Motto „Graf Philipp und seine Zeit“ – dieses Programm haben jetzt Bürgermeister Hans-Peter Schick und Schlossverwalter Frank Schröder zusammen mit Matthias Losacker, Werner Richter und Christian Radkovsky vom Geschichtsverein präsentiert…

Ob Schloss, Gymnasium oder Reformation: Ohne Graf Philipp III von Nassau –Weilburg (1504 – 1559) und seine ergiebige Regierungstätigkeit wäre Weilburg heute eine andere, eine deutlich ärmere Stadt. In einer Sonderausstellung im Weilburger Schloss zeichnet der Weilburger Geschichtsverein das Bild eines Herrschers, der heute fern und unbekannt erscheint. Sein Handeln jedoch prägt Stadt und Land bis auf den heutigen Tag. Die Ausstellung des Geschichtsvereins kann vom 30. September bis 30. Oktober im Ausstellungsraum des Weilburger Schlosses jeweils täglich (außer montags) von 10 bis 16 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt zu dieser Sonderausstellung ist frei. Zum Eröffnungsvortrag am Freitag, 30. September, 17 Uhr, ist die interessierte Bevölkerung in die Hofstube des Weilburger Schlosses eingeladen.

 

Ergänzt wird die Ausstellung des Geschichtsvereins durch eine Themenführung des Schlossmuseums. Unter dem Motto „Von der mittelalterlichen Weilburg zum Renaissanceschloss – eine Spurensuche im Untergrund“ besteht die Möglichkeit, einen Blick in die Kellerräume des Schlosses zu werfen und die Entwicklung zur Renaissance-Architektur unter Graf Philipp III. nachzuvollziehen. Diese Themenführung findet statt am 2., 9., 16. und 23. Oktober, jeweils um 14 Uhr. Auf Grund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich, und zwar beim Schlossmuseum Weilburg, Telefon (0 64 71) 9 12 70.

Terminübersicht „Graf Philipp und seine Zeit“

Sonderausstellung „Graf Philipp und seine Zeit“

Freitag, 30.9.2016 – Sonntag, 30.10.2016

– geöffnet: täglich außer montags; 10:00 – 16:00 Uhr – 

Ausstellungsraum im Schlossmuseum

Eintritt zur Sonderausstellung frei

 

Eröffnungsvortrag „Graf Philipp und seine Zeit“

Freitag, 30.9.2016 17:00 Uhr

Alte Hofstube im Schloss Weilburg

Eintritt frei

 

Themenführung: Von der mittelalterlichen Weilburg zum Renaissanceschloss – eine Spurensuche im Untergrund

Treffpunkt: Eingang zum Schlossmuseum Weilburg; Eintritt: 6 Euro

Nur mit Anmeldung: Schlossmuseum Weilburg, Telefon (06471) 91270

So

25

Sep

2016

Mit dem Rollschiff fahren

Noch bis in den Oktober geht die diesjährige Saison des Weilburger Rollschiffs, dessen 325. Jubiläum Geschichtsverein und Stadt kürzlich mit Freunden und Förderern gefeiert haben.

 

Das Rollschiff fährt immer samstags, sonntags und feiertags von 11:00 bis 18:00 Uhr. Letzter Termin in dieser Saison ist der 16. Oktober (Erwachsene: 0,50€, Kinder: 0,25€).

 

Nutzen Sie die außergewöhnliche Gelegenheit zur Überfahrt, beispielsweise in Verbindung mit einem Herbstspaziergang! (cr)

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Fr

23

Sep

2016

Spuren der Reformation und des Grafen Philipp III.

Auf den Spuren der Reformation und Renaissance - Graf Philipp lll. von Nassau-Weilburg und seine Zeit, nennt der Geschichtsvereins Weilburg seine nächste Ausstellung in der Hofstube des Weilburger Schlosses.

Aus seinem „Dornröschenschlaf“ holten die Mitglieder des Geschichtsvereins Peter Krauß, Ralf Gröger und Werner Richter (v. l.) das Grabplattenfragment der Mutter des Grafen Philipp III. Foto: Horz
Aus seinem „Dornröschenschlaf“ holten die Mitglieder des Geschichtsvereins Peter Krauß, Ralf Gröger und Werner Richter (v. l.) das Grabplattenfragment der Mutter des Grafen Philipp III. Foto: Horz

Weilburg. Ob Renaissanceschloss, Gymnasium Philippinum oder Reformation: ohne Graf Philipp lll. (1504-1559) und seine ergiebige Regierungstätigkeit wäre Weilburg heute eine andere Stadt. ln seiner Ausstellung zeichnet der Geschichtsverein das Bild eines Herrschers, der uns heute fern und unbekannt erscheint, so Werner Richter, der Zweite Vorsitzende des Geschichtsvereins, der zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern diese Ausstellung zusammenstellt, die vom 30. September bis 30. 0ktober jeweils von 10 bis 16 Uhr (außer montags) bei kostenfreien Einritt zu besichtigen ist.

 

Zum Eröffnungsvortrag am Freitag, 30. September, sind alle lnteressierten in die „Alte Hofstube“ im Weilburger Schloss eingeladen. Das Bergbau- und Stadtmuseum in Weilburg hat ein Fragment einer Grabplatte zur Verfügung gestellt, die aus der spätgotischen Kirche stammt, die 1700 für den Neubau der barocken Schlosskirche abgerissen wurde. Das Fragment ist Teil des Epitaphs der Mutter Graf Philipps lll., Maria von Nassau-Wiesbaden, die am 2. März 1548 starb und in der alten Kirche neben dem Altar beigesetzt wurde. Die beiden Reste des Grabmals wurden nach 1700 für einen Kamin als Stützen verwendet. Ein Pfosten zeigt ein Detail der Figur der Gräfin, der andere einen Teil der Umschrift: „...starb die wohlgeborene Frau...” und einen Rest des Hanauer Wappens.

 

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Themenführung des Schlossmuseums unter dem Motto „Von der mittelalterlichen Weilburg zum Renaissanceschloss - eine Spurensuche im Untergrund". Hier besteht die Möglichkeit, einen Blick in die Kellerräume des Schlosses zu werfen und die Entwicklung zur Renaissance-Architektur unter Graf Philipp lll. nachzuvollziehen. Diese Führung wird an den Sonntagen 2., 9., 16. und 23. Oktober, jeweils ab 14.00 Uhr angeboten. Wegen der beschränkten Teilnehmerzahl bittet der Verein um telefonische Anmeldung beim Schlossmuseum Weilburg unter der Telefonnummer (0 64 71) 9 12 70. mhz

Sa

17

Sep

2016

Geo-Caching: Auf den Spuren von "Giovanni-Ernesto"

Jugendliche aus Quattro Castella starten zur Schatzsuche durch Weilburg (Foto: Hoin-Radkovsky)
Jugendliche aus Quattro Castella starten zur Schatzsuche durch Weilburg (Foto: Hoin-Radkovsky)

Premiere hatte am letzten Wochenende in Weilburg eine Geo-Schatzsuche in italienischer Sprache.

 

Jugendliche aus Quattro Castella haben sich auf die Spuren des Grafen Johann Ernst begeben und die Quelle seines Reichtums ergründet. 

 

Ein großes Dankeschön des Geschichtsvereins geht an alle, die dies möglich gemacht haben: Vorneweg an Werner Richter, der die Übersetzung der Geo-Schatzsuche in Italienische vorgenommen hat.

 

Am Tag selbst haben dann als Team Andrea Fontana, Sabrina Ebel, Celina v. Heynitz und Ingrid Hoin-Radkovsky die Jugendlichen beim Geo-Caching betreut und unterstützt. (cr)

Mi

14

Sep

2016

Zusammen ist man weniger alleine: Denkmalstag 2016

Lesen Sie hier den Vortrag von Geschichtsvereinsmitglied Bürgermeister Hans-Peter Schick zum Tag des offenen Denkmals 2016:

 

Stadt Weilburg an der Lahn  – Der Bürgermeister

 

„Zusammen ist man weniger alleine – Gemeinsam Denkmäler erhalten“ - Schlosskirche und altes Rathaus zu Weilburg an der Lahn - Tag des offenen Denkmals: Sonntag, 11. September 2016, 14.00 Uhr, Schlosskirche Weilburg

 

Denk-Mal: Sehen – Denken – Handeln!

 

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Matthias Losacker, Geschichtsverein Weilburg, meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

seit 1993 findet alljährlich auch hier in unserer Stadt Weilburg an der Lahn der TAG DES OFFENEN DENKMALS statt, gestaltet von der Bürgerinitiative „Alt Weilburg“, dem Weilburger Geschichtsverein, der Verwaltung der Schlösser und Gärten Weilburg und der Stadt Weilburg an der Lahn.

 

In diesem Jahr lautet das Motto „Zusammen ist man weniger alleine – Gemeinsam Denkmäler erhalten“. Aber bei Pflege und Schutz von Denkmälern ist man des Öfteren auch sehr alleine. Heute wollen wir das Gemeinsame, das Füreinander und Miteinander beleuchten und betrachten. Und da sind Schlosskirche und altes Rathaus unter einem Dach der ideale Ort, das ideale Thema.

 

Ein Blick zurück, der Weg der Kirchen:

 

911 – 912 König Konrad I. gründet das St. Walpurgis-Stift mit einer Kirche, nahe dem Standort der heutigen Schlosskirche als älteste Kirche der Stadt, in der Graf Konrad der Ältere beigesetzt wird

 

1397 Graf Philipp I. lässt die Walpurgis-Kirche abreißen und an ihrer Stelle die St. Andreas-Kirche errichten

 

1508 als Anbau an die Andreas-Kirche entsteht die Martinskirche und wird zur Stadtkirche ernannt

 

1526 die Reformation kommt nach Weilburg

 

1555 Graf Philipp III. verfügte die Vereinigung der Kirchen zu einem Gotteshaus

 

1707 – 1712/13 Graf Johann Ernst lässt die Andreas-Kirche und die Martinskirche abreißen, den Kirchturm auf die Hälfte niederlegen und lässt die bis heute bestehende Schloss- und Stadtkirche errichten Der Turm erhält gekuppelte Arkaden und seine barocke Haube Zwischen dem Hochschloss und der Schlosskirche besteht ein direkter Gang durch die Obere Orangerie, und zwar zur Fürstenloge Die heute noch bestehende Gruft der Grafen und Fürsten zu Nassau-Weilburg und der Großherzöge von Luxemburg wird geschaffen Das vordere Baudrittel, der Turmstärke entsprechend, wird Rathaus

 

1921 zieht das Rathaus letztmals in der Stadt um, und zwar in das Haus Mauerstraße 8, das 1995 um das Haus Mauerstraße 6 erweitert wird und damit in der Altstadt verbleiben kann.

 

Der Weg: Von der Burg zum Schloss

 

906 Konradinerfeste auf dem Weilburger Lahnfelsen

 

1359 – 1369 Graf Johann I. lässt die Konradinerfeste niederlegen und errichtet eine neue Burg

 

1533 Graf Philipp III. beginnt mit dem Bau des Hochschlosses an der Stelle der Burg aus der Zeit des Grafen Johann I., von der nur noch die Grundmauern und wenig mehr stehen bleiben

 

1572 Graf Albrecht II. vollendet das Hochschloss

 

1703 – 1713 Graf Johann Ernst baut das Hochschloss zu einer großzügigen Schlossanlage aus, und zwar mit der Oberen und der Unteren Orangerie, der Schlosskirche, dem Rathaus, der Reitschule, dem Marstall, dem Prinzessenbau, Heuscheuer, Schlossgarten und vieles mehr

 

Von 906 bis 1713 wurde an den Kirchen im Weilburger Zentrum sowie an Burg und Schlossanlage immer wieder grundlegend neu gebaut. Hätte es um 1500 den Denkmalschutz heutiger Prägung und Bestimmtheit gegeben, die Stadt Weilburg (Stadtrechte 1295) wäre arm dran. Denn dann würden in unserer Stadt, wenn wir überhaupt eine Stadt wären, eine Burgruine und die Andreas- Kirche stehen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wäre Weilburg heute ein kleines Dorf, im Schatten einer Burgruine.

 

Gott sei Dank ist der gesetzliche Denkmalschutz erst eine Erfindung des 20. Jahrhunderts: 1902 schlug die Geburtsstunde des gesetzlichen Denkmal- schutzes im Deutschen Reich und im Großherzogtum Hessen. Seit 1919 steht der Denkmalschutz in der Verfassung des Deutschen Reiches, und zwar damals in Artikel 150: „Die Denkmäler der Kunst, der Geschichte und der Natur sowie die Landschaft genießen den Schutz und die Pflege des Staates.“ Man höre, auch die Landschaft stand unter Schutz.

 

Artikel 62 der Hessischen Verfassung lautet: „Die Denkmäler der Kunst, der Geschichte und Kultur sowie die Landschaft genießen den Schutz und die Pflege des Staates und der Gemeinden. Sie wachen im Rahmen besonderer Gesetze über die künstlerische Gestaltung beim Wiederaufbau der deutschen Städte, Dörfer und Siedlungen.“

 

Der Denkmalschutz darf das Leben nicht ausschließen, er muss dem Leben dienen. Immer noch ist der Mensch das Wichtigste auf dieser Welt. Und über viele Fragen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege kann man gar trefflich unterschiedlicher Meinung sein ohne dabei die Fachlichkeit aufzugeben.

 

Denkmalpflege nimmt in unserer Stadt höchsten Stellenwert ein, da Weilburg an der Lahn eine wertvolle Stadt mit guter Geschichte ist. Für den Stellenwert der Denkmalpflege in den letzten 20 Jahren sprechen die Rathaus-Zusammen-führung (1995), Komödienbau und altes Gymnasium (196 – 1998), die Neupflasterung des Marktplatzes und des Denkmalplatzes, der Einsatz für den Pisebau in der Niedergasse 22, das Bergbau- und Stadtmuseum, der König-Konrad-Platz, die Statuen und Denkmäler (Stadtpfeifer, Graf Johann Ernst, König Konrad I., Friedensdenkmal/Steinerne Brücke, Adolph – Herzog und Großherzog, Pallas Athene), und vieles mehr. Allerdings kann man über Denkmalschutz und Denkmalpflege auch trefflich streiten. Oftmals kommt es auf die Sichtweise an. Absolut objektive Kriterien sind schwierig.

 

Ich erinnere mich noch gut an die Diskussion um die Malerei in der romanischen Pfeilerbasilika in Waldbrunn-Lahr, für deren Erhalt und Renovierung ich 1979 - 1983 wesentlich verantwortlich war. Die Innenausmalung erfolgte komplett in romanischem Stil, dann im Barockstil und schließlich im neuklassischen Stil. Als dann die Renovierung der Innenfassade diskutiert wurde, setzten sich Denkmalschützer für alle drei Epochen der Ausmalung ein, schließlich einigte man sich auf den neuklassischen Stil, da dieser der Bevölkerung vertraut war, romanische und barocke Elemente wurden zur Dokumentation vereinzelt freigelegt. Wenn Denkmalpflege und Denkmalschutz eine gute Zukunft haben wollen, brauchen sie den fairen Kompromiss zum Wohl der Menschen.

 

Auch in Weilburg herrschten immer wieder unterschiedliche Positionen, und dies bei der gleichen Frage, beim gleichen Objekt. Schlosskirche, Schlosskirchenturm und altes Rathaus, ein Komplex aus einer Zeitepoche wurden in drei teilweise völlig verschiedenen Farben außen farblich gefasst, eigentlich nicht nachvollziehbar, aber geschehen. Dieser Missstand führte aber nicht zu lang anhaltenden Protesten.

 

Heute steht nunmehr endlich die farbliche Wiedervereinigung von Schloss-kirche, Kircheneingang und altem Rathaus in Farbe an. Interessant ist für mich auch festzustellen, dass der Eingang zur Schlosskirche die gleiche farbliche Fassung erhielt wie das alte Rathaus, aber nicht wie die Schlosskirche. Interessant ist auch, dass alle drei Treppen zur Schlosskirche nicht im Eigentum der Evangelischen Kirchengemeinde stehen, sondern auf dem Marktplatz die Stadt und im Schlossgarten das Land Hessen Eigentümer sind. Evangelische Kirchengemeinde, Land Hessen und Stadt Weilburg an der Lahn sind gut beraten, den Komplex Schlosskirche, Schlosskirchenturm und altes Rathaus als Einheit zu sehen und gemeinsam zu behandeln, gemeinsam zu handeln.

 

Die Schlosskirche wird heute für Gottesdienste, Konzerte, Ausstellungen und Vorträge genutzt. Das alte Rathaus dient der Kreismusikschule Oberlahn als Domizil und beheimatet ein Cafe/Bistro.

 

Auf meine Initiative hin hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Weilburg an der Lahn für den Bereich des Marktplatzes und damit auch für den Komplex Schlosskirche, Schlosskirchenturm und altes Rathaus einen weitreichenden und entscheidenden Beschluss am 4. Dezember 2014 gefasst, und zwar mit 23 Ja-Stimmen, 3-Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen: Die Gestaltungssatzung erhielt mit § 5 grundlegende Vorgaben zu „Barocke Leitfarbe“: „Im Bereich der … gekennzeichneten Flächen wird für den Anstrich der Fassaden und Fassadengliederungselemente zum Erhalt der barocken Gesamtanlage festgesetzt, dass für die Fassadenflächen nur der Farbton „Keim Purkristallat MT 868044“ verwendet werden darf. Als Rotton für Gestaltungselemente an der Fassade gemäß Bestand ist der Farbton „Keim Purkristallat 868045“ zu verwenden. Es können auch mineralische Farben anderer Hersteller verwendet werden, die gleichwertige Farbigkeit ist jedoch der Denkmalbehörde nachzuweisen.“ Weilburg an der Lahn gehört heute zu einer bundesländerübergreifenden Barockregion. Mit einer künftig gemeinsamen Farbgebung rund um den Marktplatz, Ausnahme die Häuser LöwenCafe und Feig-Pontani, wird der Marktplatz deutlich aufgewertet werden, auch der Neptunbrunnen wird deutlich mehr in den Blick kommen, Konturen gewinnen. Aktuell ist die Schlosskirche zum Schlossgarten und zum Marktplatz hin bereits in den neuen Farben angestrichen, allerdings nicht der Haupteingang der Kirche. Die Stadt wird nunmehr dafür sorgen, dass auch das alte Rathaus und damit insbesondere auch der Haupteingang zur Schlosskirche mit der Schlosskirche in puncto Farbe eine Einheit bilden. Die Kosten für die Sanierung der Außenfassade und einen neuen Außenstrich, für die umfassende Sanierung der Balustrade und des Geländers belaufen sich auf rund 90.000 €.

 

Gleichzeitig wird die Stadt Weilburg an der Lahn den Zugang durch den Haupteingang zur Schlosskirche mit einer Hebebühne, die in den Marktplatz eingelassen ist, behindertengerecht gestalten. Die Kosten belaufen sich auf 45.000€. Sowohl zu dem Außenanstrich als auch für den behindertengerechten Zugang erhält die Stadt Zuschüsse des Bundes, und zwar in Höhe von 90 % der jeweiligen Kosten. Rathaus und Stadt haben beide Projekte beschlossen und tragen sie.

 

Noch einmal zurück zu den beiden barocken Leitfarben: Diese gelten künftig für die Fassaden am Marktplatz, in der Schlossstraße, am Schlossplatz und die Schlossanlage sowie die beiden Brückenhäuschen und das Postamt. Wenn dann man alle Fassaden diese beiden Farben tragen wird die Attraktivität der Altstadt Weilburgs für den Betrachter deutlich gesteigert sein, die Wirkung wird eine höchst positive werden, die Barockzeit wird in Weilburg wieder klar und deutlich erkennbar, wird ihre volle Wirkung entfalten.

 

Da wir hier und heute über Rathaus und Kirche sprechen, will ich noch auf einen anderen für mich höchst wichtigen Aspekt hinweisen: Wenn man zum Kirchturm oder zum Rathaus kommt, dann ist man in der Regel mitten in der Stadt. Dieser Grundsatz gilt auch heute noch in der Stadt Weilburg an der Lahn. Für die Stadt Weilburg an der Lahn und für mich nimmt der Schlosskirchenturm höchsten Stellenwert ein, ist er doch das Wahrzeichen unserer Stadt, siehe das Logo der Stadt. Weithin sichtbar stiftet er Orientierung, zeigt den Weg zur Stadtmitte, repräsentiert die barocke Residenzstadt Weilburg an der Lahn. Die Stadt Weilburg fördert Erhalt und Nutzung der Schlosskirche seit Jahren: So beteiligten wir uns dank des Fördervereins Schlosskirchenturm mit 100.000 DM Zuschuss aus dem Programm der Stadtsanierung und zahlreichen Spenden seitens des Vereins Förderverein Schlosskirchenturm an der Sanierung des Schlosskirchenturms, in den allerletzten Jahren förderte die Stadt mit Mitteln des Städtebaulichen Denkmalschutzes den Einbau von Brandschutzvorrichtungen in der Schlosskirche, anlässlich des Hessentages erhielt die Schlosskirche dank Stadt, Land und Schlosskonzerte-Verein eine neue Bühne und aktuell hat die Stadt einen Zuschuss für die baulichen Maßnahmen im Innern der Schlosskirche für den behindertengerechten Zugang in die Mitte der Kirche in Aussicht gestellt, und zwar bis zu 12.500 €. Allerdings muss diese Maßnahme zeitnah von der Evangelischen Kirchengemeinde umgesetzt werden.

 

Das Reformationsfest in diesem und insbesondere im nächsten Jahr bietet die sehr gute Chance, die Bedeutung und Aufgabe der Schlosskirche wieder mehr in den Blickpunkt und ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Vor rund 500 Jahren, am 31. Oktober 1517 fand mit dem Thesenanschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg der Beginn der Reformation in Deutschland statt, die am 31. Oktober 1526 auch in Weilburg ihren Einzug hielt. Graf Philipp stellte hier entscheidend die Weichen. Mit der Vortragsveranstaltung mit der Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum Frau Prof. Dr. Margot Käßmann, „500 Jahre Reformation in Deutschland. Über eine fortdauernde Herausforderung“, am 8. Juni 2016, veranstaltet von der Stadt Weilburg an der Lahn und der Evangelischen Kirchengemeinde Weilburg in der Schlosskirche mit über 800 Zuhörern sowie der Ausstellung von Pfarrer Wilhelm Schmidt zu „Dr. Martin Luther und seine Zeit“ im Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg im Mai und Juni 2016 wurden zwei kräftige Akzente im Stadtleben gesetzt, die große Beachtung und großen Zuspruch fanden. Im Frühjahr fördern Stadt und Kreissparkasse auch noch das Konzert „Wachet auff, rufft uns die Stimme“ – Große Choralkantaten von Michael Praetorius - in der Schlosskirche anlässlich des Reformationsjubiläums, ein Konzert des Vereins „Alte Musik im Weilburger Schloss e.V.“.

 

Gestatten Sie mir im Rahmen dieser Veranstaltung des Weilburger Geschichtsvereins zum Tag des offenen Denkmals noch kurz auf das Wirken von Graf Philipp III. von Nassau-Weilburg (1504 – 1559) einzugehen. Für mich gehört Graf Philipp III. in eine Reihe mit Graf Johann I. und mit Graf Johann Ernst. Denn Graf Philipp III. zeichnet verantwortlich für das Hochschloss, das Gymnasium Philippinum Weilburg und die Reformation in Weilburg. Damit hat er entscheidend auf die Entwicklung unserer Stadt Einfluss genommen. Höchst dankbar bin ich dem Weilburger Geschichtsverein für seine Ausstellung im Weilburger Schloss vom 30. September bis 30. Oktober 2016 zu Graf Philipp III. und seinem Wirken.

 

Wenn ich nach vorne schaue, und das ist die natürlichste aller Perspektiven, denn wir haben unsere Augen vorne und nicht hinten, dann sehe ich glänzende Perspektiven: Schlosskirche, altes Rathaus, Marktplatz, Obere Orangerie, Schlossgarten und Märchenhaus sind ideale Orte für das Leben, die auch gemeinsam genutzt werden können und sollten. Schlosskirchenkantorei, Alte Musik im Weilburger Schloss, Weilburger Schlosskonzerte und Kreismusikschule Oberlahn können im gemeinsamen Wirken zu neuen Ufern aufbrechen. Die Schlosskirche ist zunächst einmal ein Haus Gottes unter den Menschen, ein Ort für eine lebendige Gemeinde, Kirche, aber auch ein Ort der Musik, Kultur und der Bildung. Die Schlosskirche ist ein Haus Gottes und der Menschen. Das alte Rathaus ist die Heimat der Kreismusikschule und ein Treffpunkt zum Verweilen und Genießen, also auch ein Haus der Menschen. Über 1.000 Schüler zählt die Kreismusikschule Oberlahn.

 

Dem Weilburger Geschichtsverein, der Bürgerinitiative „Alt-Weilburg“ und der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Außenstelle Weilburg danke ich für ihren Einsatz für Denkmalschutz und Denkmalpflege sowie die Gestaltung des heutigen TAGES DES OFFENEN DENKMALS in der barocken Residenzstadt im Grünen Weilburg an der Lahn.

 

„Zusammen ist man weniger alleine – Gemeinsam Denkmäler erhalten“ ist auch für unsere Stadt Weilburg an der Lahn der bessere Weg. Und es fördert die Stadt, wenn man die bestehenden Denkmäler erhält, sie Nutzungen zuführt und auch neue schafft, damit die Menschen in 100 Jahren am TAG DES OFFENEN DENKMALS auch Werke aus der heutigen Zeit präsentieren können. Denkmalschutz und Denkmalpflege ist zeitlos, muss aber immer den Erfordernissen der Zeit und insbesondere dem Leben der Menschen Rechnung tragen. Ein Denkmal macht nur dann Sinn, wenn es den Menschen dient und das Leben fördert.

 

1971 schrieb ein Historiker in einem Werk zur Geschichte der Stadt Weilburg: „Der Stadtkern verfiel dem Denkmalschutz“. Arbeiten wir gemeinsam daran, dass Denkmalschutz und Menschsein im Miteinander stattfinden.

 

Zusammen ist man weniger alleine – das gilt nicht nur für Denkmäler, sondern auch für die Stadt und insbesondere für das ganze Leben.

 

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche uns allen eine gute Zeit, zusammen und gemeinsam!

 

Weilburg an der Lahn, 11. September 2016

 

Hans-Peter Schick Bürgermeister

So

11

Sep

2016

Weilburger Geo-Schatzsuche jetzt auch in italienisch

Geo-Schatzsuche
Werner Richter (r.) hat die Geo-Schatzsuche ins Italienische übersetzt. (Archivbild: Volker Vömel)

„Seguite la pista del denaro“ heißt es am kommenden Sonntag in Weilburg. Das ist italienisch und bedeutet „Folge der Spur des Geldes“. Unter diesem Motto findet erstmals in Weilburg eine Geo-Schatzsuche auch in italienischer Sprache statt.

 

Der Geschichtsverein Weilburg freut sich darauf, mit den jungen Gästen aus Weilburgs Partnerstadt Quattro Castella auf eine Schatzsuche in die Zeit des Grafen Johann-Ernst („Giovanni-Ernesto“) zu gehen.

 

Die Übersetzung ins Italienische wurde dafür kompetent vorgenommen vom zweiten Vorsitzenden des Weilburger Geschichtsvereins, Herrn Oberstudienrat i. R. Werner Richter. (cr)

So

11

Sep

2016

Schlosskirche und Altes Rathaus beim Denkmalstag

Kirche und Rathaus unter einem Dach – dies und viel mehr kann man am Denkmalstag entdecken. Bildlizenz: Weilburg_Schlosskirche10.jpg von Beckstet (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Kirche und Rathaus unter einem Dach – dies und viel mehr kann man am Denkmalstag 2016 in Weilburg entdecken. Bildlizenz: Weilburg_Schlosskirche10.jpg von Beckstet (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Das Jahresmotto „Zusammen ist man weniger alleine - Gemeinsam Denkmale erhalten“ hat der Weilburger Geschichtsverein aufgegriffen und widmet sich 2016 einem zentralen Denkmalbauwerk in der Weilburger Altstadt: Ein höchst beeindruckendes Doppelgebäude, zwischen Marktplatz und Schlossgarten gelegen, erwächst daraus, dass die Schloss- und Stadtkirche das alte Rathaus gleichsam umarmt und so ein harmonisches Gesamtbild entsteht.

 

Dazu wird Geschichtsvereinsmitglied Bürgermeister Hans-Peter Schick am Tag des offenen Denkmals in einem Vortrag Geschichte und Zukunft dieses besonderen Weilburger Denkmals darstellen: „Wenn die Kirche das Rathaus umarmt – die Wiedervereinigung von Rathaus und Kirche“. Der Tag des offenen Denkmals an Schloss- und Stadtkirche sowie altem Rathaus in Weilburg findet statt am Sonntag, 11. September, und zwar um 14 Uhr.

 

Über 300 Jahre haben unterschiedlichste Nutzungen die Geschichte beider Gebäudeteile bestimmt: Während das Gotteshaus über der Gruft der Grafen und Fürsten von Nassau-Weilburg sowie der Großherzöge von Luxemburg heute als Kirche und Stätte der Musikkultur genutzt wird, dient das alte Rathaus mittlerweile als Café und ist das Zuhause der Kreismusikschule Oberlahn.

 

Der Blick nach vorne wirft schließlich die Frage auf, wie Denkmale auch ein gemeinsames Erscheinungsbild erhalten können, beispielsweise in der Fassadengestaltung zum Marktplatz hin. Und auch die Frage nach einem barrierefreien, ja behindertengerechten Zugang, der das Erscheinungsbild des Denkmals nicht beeinträchtigt, ist eine wichtige Aufgabe. (hps/cr)

Mo

29

Aug

2016

Historiker begehen Jubiläum des Weilburger Rollschiffs

Das 325-jährige Bestehen des Weilburger Rollschiffs beging der Geschichtsverein in einer Kooperation mit Bürgermeister Hans-Peter Schick mit einem Jubiläumsrundgang ab der Kettenbrücke entlang der Lahn bis zum Ankerplatz der Fähre auf der Westerwaldseite und einem Übersetzen über den Fluss zur Taunusseite. Zu dieser Initiative konnte der Vereinsvorsitzende Matthias Losacker neben aktiven Vereinsmitgliedern auch etliche Freunde und Förderer des Vereins begrüßen…

Weilburg. Die Fährverbindung von der Weilburger Altstadt zur Westerwaldseite ist seit 1691 belegt. Dass Bürger und Touristen mit dieser Fährverbindung auch heute noch auf die gegenüber liegende Lahnseite übersetzen können, verdanken sie auch dem Engagement Weilburger Vereine, die mit finanzieller und aktiver Unterstützung den Erhalt des Bootes gesichert haben.

 

Der Weilburger Geschichtsverein, der ebenfalls einen Beitrag zum Betrieb des Rollschiffs leistet, lud seine Mitglieder und Freunde in Kooperation mit der Stadt zu einem informativen Spaziergang ein. Losacker bedankte sich beim Bürgermeister für dessen Bereitschaft, zur dieser Jubiläumsfahrt am Lahnufer und anschließend beim monatlichen Stammtisch im „Bürgerhof“ einen Blick in die Historie dieser Fähre zu werfen, die schon zur Zeit des Grafen Johann Ernst von Nassau Weilburg (1684-1719) der Beförderung von Mensch und Vieh, Verkehr und Landwirtschaft, diente.

 

Als die Naturschutzbehörde beim Landkreis Limburg-Weilburg einst wegen der fehlenden Baugenehmigung die Gesamtanlage des Rollschiffes hinterfragte, habe er dem damaligen Landrat Dr. Manfred Fluck geantwortet: „Für die Schlossanlage haben wir ebenfalls keine Baugenehmigung. Müssen wir die jetzt auch abreißen?” Damit, so der Bürgermeister, sei die Angelegenheit „Baugenehmigung für Rollschiffanlage” erledigt gewesen. Die Stadt Weilburg werde das Gebäude auf der Westerwaldseite umfassend sanieren und dabei auf seine ursprüngliche Form zurückbauen. Die Stadt betreibe zwei Personenbeförderungsunternehmen: Das Rollschiff und den Ballon Weilburg und besitze die erforderlichen Patente zur Beförderung von Personen auf dem Wasser. Seit vielen Jahren nehme Heinrich Herget (Weilburg) die Kapitänsaufgabe wahr. Im nächsten Jahr werde sein Nachfolger Marian Dragesser diesen Part übernehmen.

 

Die Stadt Weilburg und viele Partner garantierten Betrieb und Fortbestand des Rollschiffs. lm vergangenen Jahr konnten über 3000 Fahrgäste übergesetzt werden. Gebucht werden kann das Rollschiff bei der Tourist-info der Stadt Weilburg und beim Kur- und Verkehrsverein Weilburg. Die Stadt danke allen Förderern des Rollschiffs.

 

Gefertigt wurde das erste Rollschiff 1691 von Johann Georg Rohrbach aus Odenhausen an der Lahn (nahe Lollar), der das Schiff selbst nach Weilburg überführte. Die Kosten für Schiff und Seil betrugen 18 Gulden. In Weilburg wurden die Beschläge, Pfosten und Rollen gefertigt. Über die Winterzeit wurde das Rollschiff in die nahe Mühle (Kirchhofsmühle) verbracht, wozu es über das Wehr transportiert werden musste.

 

Wie aber auch schon bei der früher eingesetzte Nachen, wurde das Rollschiff ziemlich häufig durch Flut beschädigt. Teilweisen so stark, dass eine umfangreiche Reparatur oder Neuanschaffung erforderlich war. Gegen Zahlung von jährlich einem Gulden übertrug danach die Stadt Weilburg die Aufsicht über das Rollschiff an den Fischer Welker. Aber schon 1698 wurde das Schiff erneut abgetrieben und so stark beschädigt, dass ein Neubau in Auftrag gegeben werden musste. Betraut wurde damit wieder Johann Georg Rohrbach. Auch das neue Schiff wurde 1699 vom Wasser losgerissen und bis Aumenau abgetrieben. Ein anderes mal fror es ein und musste freigehackt werden. Wenn es auch mehrmals in die Sicherheit der Mühle gebracht wurde, war es nicht vor Schaden zu bewahren. 1702 banden es „böse Buben" los. 1703 ließ die Stadt ein neues Schiff bauen – dieses Mal mal für 13 Gulden in Runkel. Das alte Schiff behielt man daneben noch bei. Die Schiffe wurden zu dieser Zeit als Bürgerschiffe bezeichnet. Aber auch dieses Bürgerschiff wurde im Juni 1705 von der Flut bis Kirschhofen abgetrieben, so dass Reparaturen oder Neubauten notwendig waren.

 

Vor einigen Jahren hatte der Zahn der Zeit am aktuellen Boot so stark genagt, dass eine aufwendige Reparatur notwendig wurde, an deren Finanzierung sich mehrere Weilburger Vereine beteiligten. (mhz)

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So

28

Aug

2016

Heilige Gebeine: Wie groß war Karl der Große wirklich?

By Beckstet (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons
Die Karlsbüste aus der Aachener Domschatzkammer: Darin wird die Schädeldecke Karls des Großen als Reliquie verwahrt. • By Beckstet (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Der Geschichtsverein Weilburg lädt – gemeinsam mit der Wilhelm-Knapp-Schule und dem Rotary Club Weilburg – zu einen Gastvortrag aus der Welt der Anthropologie ein.

 

Dipl.-Biologe Joachim Schleifring wird seine Tätigkeit bei der Rekognoszierung der Gebeine aus dem Karlsreliquiar und der Untersuchung weiterer heiliger Gebeine darstellen und dabei Methoden und Prinzipien der Anthropologie erläutern.

 

Der Vortrag findet am Mittwoch, 12. Oktober 2016 um 19:00 Uhr in der Aula der Wilhelm-Knapp-Schule in Weilburg statt. Der Eintritt ist frei; alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen! (cr)

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Mi

17

Aug

2016

1691–2016: 325 Jahre Rollschiff zu Weilburg an der Lahn

Lesen Sie hier die Rede von Geschichtsvereins-Mitglied Bürgermeister Hans-Peter Schick zum Rollschiff-Jubiläum:

  

Stadt Weilburg an der Lahn

Der Bürgermeister

 

325 Jahre Rollschiff zu Weilburg an der Lahn 1691 – 2016

Jubiläumsfahrt: Mittwoch, 10. August 2016, 17.30 Uhr

 

1691 wird das Rollschiff zu Weilburg an der Lahn erstmals urkundlich erwähnt! 1684 – 1719 regierte Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg in der Residenzstadt an der Lahn.

 

Das Rollschiff dient der Beförderung von Mensch und Vieh, Verkehr und Landwirtschaft!

 

Als die Naturschutzbehörde beim Landkreis Limburg-Weilburg einst wegen der fehlenden Baugenehmigung die Gesamtanlage des Rollschiffes hinterfragte, antwortete ich an Landrat Dr. Manfred Fluck: „Für die Schlossanlage haben wir auch keine Baugenehmigung! Müssen wir die jetzt auch abreißen?“. Damit war die Angelegenheit „Baugenehmigung für Rollschiffanlage“ erledigt.

 

Die Stadt Weilburg an der Lahn wird das Gebäude auf der Westerwaldseite umfassend sanieren und dabei auf seine ursprüngliche Form zurückbauen. 

 

Die Stadt Weilburg an der Lahn betreibt zwei Personenbeförderungsunternehmen:

• Rollschiff

• Weilburg-Ballon

 

Der Rollschiffkapitän ist im Besitz des erforderlichen Patents zur Beförderung von Personen auf dem Wasser. Seit vielen Jahren nimmt Herr Heinrich Herget (Weilburg) die Kapitänsaufgabe wahr.

 

Die Stadt Weilburg an der Lahn und viele Partner garantieren den Betrieb und Fortbestand des Rollschiffs. Im vergangenen Jahr konnten über 3.000 Fahrgäste begrüßt werden.

 

Gebucht werden kann das Rollschiff bei der Tourist-Info der Stadt Weilburg an der Lahn und beim Kur- und Verkehrsverein 1860 Weilburg e.V..

 

Die Stadt Weilburg an der Lahn dankt allen Förderern des Weilburger Rollschiffs.

 

Unsere Stadtgeschichte lebt, und damit auch die Stadt Weilburg an der Lahn!

 

Ich danke dem Weilburger Geschichtsverein für seine heutige Initiative!

 

Weilburg an der Lahn, 10. August 2016

 

Hans-Peter Schick

Bürgermeister

Mo

15

Aug

2016

Terminübersicht Herbst 2016

Vielfältig ist das Jahresprogramm des Geschichtsvereins Weilburg und gerade im kommenden Herbst gibt es viele interessante Veranstaltungen. Alle Vereinsmitglieder und alle Interessierten sind dazu herzlich dazu eingeladen!

 

Tag des offenen Denkmals: Schlosskirche und Altes Rathaus

  • Vortrag von Geschichtsvereinsmitglied Bürgermeister Hans-Peter Schick
  • Treffpunkt an der Schlosskirche
  • Sonntag, 11. September 2016
  • 14:00 Uhr

 

Ausstellung: Graf Philipp III. von Nassau-Weilburg und seine Zeit

  • Ausstellungsraum im Weilburger Schloss
  • 30. September bis 30. Oktober 2016
  • Jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr (außer montags)
  • Eintritt Frei

 

Eröffnungsvortrag: Graf Philipp III. von Nassau-Weilburg und seine Zeit

  • Alte Hofstube im Weilburger Schloss
  • Freitag, 30. September 2016
  • 17:00 Uhr
  • Eintritt Frei

 

Themenführung: Von der mittelalterlichen Weilburg zum Renaissanceschloss

  • (ergänzendes Angebot des Schlossmuseums; 6,00 Euro pro Person)
  • 2./9./16./23. Oktober (immer Sonntags)
  • 14:00 Uhr
  • Anmeldung beim Schlossmuseum Weilburg, Tel.: 06471-91270

 

Heilige Gebeine: Wie groß war Karl der Große wirklich?

  • Gastvortrag von Dipl.-Biologe Joachim Schleifring 
  • Aula der Wilhelm-Knapp-Schule in Weilburg
  • Mittwoch, 12. Oktober 2016
  • 19:00 Uhr
  • Eintritt ist frei

 

Die erstaunliche Entwicklung der ehemaligen Residenzstadt Merenberg

  • Referent Herr Peter Krauß
  • Restaurant Bürgerhof
  • 16. November 2016
  • 19.00 Uhr

 

Lizenzen Collage: By Beckstet (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (l.o.); Schloss Weilburg002.jpg von Bytfisch (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (r.o.); Weilburg_Schlosskirche10.jpg von Beckstet (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (l.u.); Foto: Radkovsky (r.u.)

Do

11

Aug

2016

Geburtstagskind sticht in See

Überfahrt Rollschiff
Die Jubiläumsfahrt des Rollschiffs (Foto: Horz)

Gemeinsam mit der Stadt Weilburg an der Lahn hat der Geschichtsverein Freunde und Unterstützer des Rollschiffs zu einem Jubiläumsspaziergang eingeladen, dessen krönender Abschluss die Überfahrt mit dem Geburtstagskind über die Lahn war.

 

Grund dafür war der 325. Geburtstag des Rollschiffs in diesem Jahr, denn bereits 1691 ist eine Lahnfähre an dieser Stelle belegt.

 

Ein ausführlicher Bericht "325 Jahre Rollschiff" folgt. (cr)

So

26

Jun

2016

Mit Geschichtsverein Luther-Ausstellung besichtigen

(cr) Eine exklusive Führung durch Pfarrer Wilhelm Schmidt – den Kurator der Ausstellung „Reformation – Martin Luther und seine Zeit“ – erhalten die Mitglieder des Weilburger Geschichtsvereins. 

 

Auch alle interessierten Mitbürger sind herzlich dazu willkommen. Die Führung findet statt am Sonntag, 26. Juni 2016, dem letzten Tag der Ausstellung. Treffpunkt ist direkt am Bergbau- und Stadtmuseum um 15:30 Uhr. 

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So

05

Jun

2016

Auf den Spuren der Märchen- und Sagenwelt

In der Pfarrgasse in Weilburg hat 2016 das Märchenhaus eröffnet (CC BY-SA 4.0 File:Weilburg (DerHexer) WLMMH 52378 2011-09-19 01.jpg)
In der Pfarrgasse in Weilburg hat 2016 das Märchenhaus eröffnet (CC BY-SA 4.0 File:Weilburg (DerHexer) WLMMH 52378 2011-09-19 01.jpg)

(cr) Zu einer „märchenhaften Hausbesichtigung“ lädt der Geschichtsverein Weilburg seine Mitglieder und alle interessierten Mitbürger ein:

 

Am Sonntag, 5. Juni 2016 wird um 15:00 Uhr das in der Pfarrgasse neu eröffnete Märchenhaus Weilburg besucht. Treffpunkt dazu ist aber zunächst auf dem Marktplatz.

 

Auf dem Programm steht nicht nur ein Blick hinter die Kulissen des unter Denkmalschutz stehenden Märchenhauses, sondern auch die Darstellung seiner Entstehungsgeschichte.

So

05

Jun

2016

Märchenhaus Weilburg

Der Geschichtsverein unterstützt die Aktivitäten rund um das Märchenhaus in der Weilburger Altstadt. Hier finden Sie die direkten Kontaktdaten dazu:

 

Förderverein Weilburger Märchenhaus e.V.

Vereinsanschrift: Königsberger Straße 6, 35781 Weilburg

Telefon: 06471/39506, Fax: 06471/39 506

Email: W.F.Grote@gmx.de

 

Und so finden Sie das Märchenhaus Weilburg:

Direkt in der Weilburger Altstadt in der Pfarrgasse 4 

Lesen Sie außerdem hier die Rede von unserem Vereinsmitglied Bürgermeister Hans-Peter Schick zur Eröffnung des Märchenhauses

Aktuelles aus dem Rathaus: Weilburger Märchenhaus

Eröffnung: Samstag, 12. März 2016, 14.00 Uhr, Weilburg, Pfarrgasse 4

Ein Märchen hat seine Wahrheit und muss sie haben, sonst wäre es kein Märchen!

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Sehr geehrter Herr Wilhelm Friedrich Grote,

sehr geehrter Herr Dr. Martin Krähe,

sehr geehrte, liebe Frau Anneliese Morawetz,

sehr geehrter Herr Staatsminister Karlheinz Weimar, Schirmherr,

liebe Kinder, meine sehr geehrten Damen und Herren,

Wunder werden wahr, wenn man daran glaubt und dafür kämpft. Hier und heute wird in Weilburg ein Märchen wahr, im Herzen unserer Stadt, in der Pfarrgasse, direkt an Schloss und Schlossgarten.

Der Weg begann in der Königsberger Straße im Hause Mittag, mit Frau Ingeborg Mittag, 30 Jahre lang als Weilburger Märchentante, er führte über die Frankfurter Straße 6 bis in die Altstadt, zur Pfarrgasse 4. Friedrich Wilhelm Grote und Werner Röhrig standen am Anfang dieses Weges.

Wilhelm Friedrich Grote, der Mann der ersten Stunde, Herr Dr. Martin Krähe und Frau Anneliese Morawetz haben an die Verwirklichung eines Märchenhauses geglaubt sind dafür weite, teilweise steinige Wege gegangen, aber sie haben ihr Ziel erreicht. Ein Haus für Kinder, ein Haus für Märchen, jetzt im Herzen der Stadt, einerseits an Mittags erinnernd, andererseits ein Ort für Leben heute und morgen. Die Gebrüder Grimm
und andere wären begeistert, würden Märchen schreiben von diesem Weg und Haus.

Herzlich danke ich Herrn Staatsminister a.D. Karlheinz Weimar, der sich von der Idee eines Märchenhauses in Weilburg von Beginn begeistern ließ und die Schirmherrschaft übernahm. Mein Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses märchenhaften Werkes beigetragen haben, insbesondere auch dem Architekten Matthias Losacker.

Den Weg von der Königsberger Straße bis zur Pfarrgasse 4 bin ich mitgegangen, froh für die Idee, dankbar für den Einsatz und das erfolgreiche Wirken. Märchen werden wahr, wenn man daran glaubt und dafür kämpft.

Gerne unterstützt die Stadt Weilburg an der Lahn das Märchenhaus bei seiner Entstehung entscheidend. Bei insgesamt förderfähigen Kosten von 130.000 € für Märchenhaus (115.000 €) und zwei Wohnungen (15.000 €) wurde das eigentliche Märchenhaus mit 115.000 € bezuschusst. Bis jetzt wurden 76.400 € abgerufen, es stehen also noch 38.600 € zur Verfügung. Diese Zuschusshöhe ist fürwahr märchenhaft.

Ein Wort zur Pfarrgasse: Die grundlgende Anordnung und Bebauung dieses Bereiches unserer Altstadt fand in den Jahren 1706 – 1714 statt, Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg ließ seine Residenzstadt entstehen. Im 18. Jahrhundert hieß die Straße dann “An der Lustgartenmauer“ bzw. „Hinterm Lustgarten“, die heutige Straßenbezeichnung wurde wahrscheinlich erst 1862 festgelegt, in der Pfarrgasse war auch bis vor einigen Jahren im Haus Nr. 3 das Evangelische Pfarrhaus, das dann leider aufgegeben wurde. Die unmittelbare Nachbarschaft zu Schlossgarten, Schlosskirche und Marktplatz zeichnet die Pfarrgasse besonders aus. Die Nähe von der Kreismusikschule Oberlahn im alten Rathaus am Marktplatz und dem Märchenhaus in der Pfarrgasse erschließt beiden neue Perspektiven, und damit auch der Stadt.

Unserem neuen Weilburger Märchenhaus im Herzen der Stadt wünsche ich von Herzen alles Gute, den verdienten Zuspruch und allen Besuchern und hier Wirkenden viel Freude mit „Es war einmal ...“

Damit wir Weilburger uns aber bei aller Freude über das Märchenhaus richtig verstehen. Alle Märchen gehen gut aus, aber nie von selbst. Und das Märchenhaus führt nicht dazu, dass in der Altstadt jetzt alles nahezu von selbst märchenhaft schön und gut wird. Sondern wir Weilburger müssen weiter mit Ideen und Tatkraft, Mut und Gemeinschaft für unsere Altstadt arbeiten, damit wir Weilburger eines Tages sagen können, „ so leben sie noch heut“.

Schöne Worte sind bekanntlich zu wenig. Den märchenhaft hohen Zuschuss haben wir von der Stadt Weilburg an der Lahn gewährt, aber auch heute habe ich ein Geschenk mitgebracht, an dem ich mich seit Wochen auch selbst erfreue. Dieses Geschenk darf ich jetzt Herrn Wilhelm Friedrich Grote, Herrn Dr. Martin Krähe und Frau Annelise Morawetz überreichen mit dem Wunsch, dass dieses Bild sie so erfreut wie mich, denn es zeigt ein Weilburger Märchen!

In der Niedergasse gastierte einst ein Zirkus zur Freude der Kinder und aller Menschen! Dieses Ereignis hat gemalt kein Geringerer als der Maler Kurt Mittag (1892 – 1972).

Wunder werden wahr, Träume und Märchen erfüllen sich, wenn man daran glaubt und dafür kämpft!

Ich danke für die Aufmerksamkeit und wünsche uns allen weiterhin einen märchenhaft schönen Tag, der heute im märchenhaft schönen Ball- und Theatersaal der Grafen und Fürsten von Nassau-Weilburg mit dem Oster- und Frühlingsmarkt begann, mit dem märchenhaft schönen Osterbrunnen am Rathaus seine Fortsetzung erfuhr und uns jetzt direkt ins Märchenhaus am Schloss zu Weilburg an der Lahn führt.

Danke und alles Gute!

Weilburg an der Lahn, 14. März 2016

Hans-Peter Schick

Bürgermeister

Di

22

Mär

2016

Blick in Historie und Zukunft der barocken Residenz

Vorstandsmitglieder des Geschichtsvereins mit dem von Volker Vögel verfassten Buch anlässlich des 200. Hochzeitstages der Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg und Erzherzog Carl von Österreich und dem Fotokalender 2016.

Vorstandsmitglieder des Geschichtsvereins mit dem von Volker Vömel verfassten Buch anlässlich des 200. Hochzeitstages der Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg und Erzherzog Carl von Österreich und dem Fotokalender 2016. Von links: Gerhard Pauligk, Werner Richter, Frances Wharton, Peter Krauß, Christian Radkovsky, Volker Vömel und Matthias Losacker. Foto: Horz

Der Geschichtsverein Weilburg bleibt auch in diesem Jahr auf historischen Spuren der barocken Residenz an der Lahn und setzt die Pflege seines umfangreichen Archivs mit geschichtlichen Überlieferungen und seiner Kontakte zu Institutionen fort, die Berührung mit der Geschichte des ehemaligen Herzogtums Nassau haben.

Weilburg. In seiner Mitgliederversammlung zog der Verein Bilanz seiner Arbeit im ereignisreichen Vorjahr und stellte die Weichen für die nächsten Aktivitäten, in denen die Blicke in die Historie wie auch in die Gegenwart und Zukunft gerichtet sind. Die Ereignisse im Berichtsjahr 2015 ließ der Vorsitzende Matthias Losacker Revue passieren. Sie begannen mit Spaziergängen zu ausgewählten Orten aus dem Buch „Der Weilburger Wald im Wandel der Geschichte“ und zu den „Wappen in der Stadt Weilburg“. Der Tag des offenen Denkmals stand unter dem Thema „Handwerk, Technik, Industrie“. Ein Höhepunkt war die Ausstellung „Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg“ im Schloss anlässlich des 200. Hochzeitstages der Weilburger Prinzessin mit Erzherzog Carl von Habsburg-Lothringen.

 

Auch die geschichtlichen Erkundungen mit GPS- Geräten für Erwachsene wurden fortgesetzt. Im Oktober besuchte der Verein die Heimatstube und das Backhaus in Rohnstadt, im November referierte Werner Richter über „Mathilde von Tuszien Canossa“ im Zusammenhang mit Weilburgs italienischer Partnerstadt Quattro Castella. Der Vorsitzende zeigte sich erfreut, dass der monatliche Stammtisch im „Bürgerhof“ an Resonanz zugenommen hat und lebendiger geworden ist. Ab sofort wurde er vom ersten auf den zweiten Mittwoch im Monat verlegt, damit einige Mitglieder mehr teilnehmen könnten.

 

Die Aktivitäten des neuen Vereinsjahres beginnen am 17. April mit einem Spaziergang zur ehemaligen Wallfahrtskirche „Unserer lieben Frau" im Pfannstiel mit Besichtigung der errichteten Gabionen und deren öffentliche Vorstellung. Die Teilnehmer treffen sich um 14.30 Uhr am Parkplatz Windhof. Am 5. Juni, ab 15 Uhr besichtigt der Verein das am 12. März in der Pfarrgasse eröffnete Märchenhaus. Zum 25. Juni ist eine Studienfahrt zum Kloster Arnsburg, Lich und zum Museum „Keltenwelt am Glauberg“ geplant. Abfahrt ist 8.00 Uhr am Busbahnhof in Weilburg. Am Kloster Arnsburg erfolgt eine Führung und Besichtigung der Klosteranlage mit Kreuzgang und Kriegsgräber- Gedenkstätte. Die Fahrt geht weiter nach Lich mit Altstadtführung und Besichtigung der Marienstiftskirche. Die Studienfahrt endet mit einer Führung im Museum „Keltenwelt am Glauberg“. Der „Tag des offenen Denkmals“ am 11. September steht unter dem Thema „Gemeinsam Denkmale erhalten“. Seine diesjährige Ausstellung, die am 23. September im Schloss Weilburg eröffnet wird, widmet der Verein "Graf Philip III. von Nassau-Weilburg". Nach einer Stadtführung in Wetzlar am 9. Oktober endet das Programm am 16. November mit dem Vortrag „Die erstaunliche Entwicklung der ehemaligen Residenzstadt Merenberg“ im Restaurant „Bürgerhof“.

 

Auch plant der Verein in Zusammenarbeit mit dem Weilburger Kino die Auflage eines Klassikers der ARD Fernsehspiele aus dem Jahr 1976;  die Vorführung des dreiteiligen Film „Der Winter der ein Sommer war", zu dem etliche Szenen im Weilburger Schloss gedreht wurden. Ein Gastvortrag zu Methoden der Anthropologie, Geschichtliche Erkundungen mit GPS Geräten, die Ausarbeitung neuer Routen zu aktuellen Themen und die Archivarbeit runden das Programm ab. 

 

Mit derzeit 108 Mitgliedern, einem aktiven Vorstand und einem erfreulichen  finanziellen Polster sieht die große Mehrheit des Vereins keinen Handlungsbedarf an einer Fusion mit einem anderen Verein. Eine im Raum stehende Anfrage zu einer Mitgliederentscheidung mit Beauftragen des Vorstandes, ein solches Anliegen zu prüfen, wurde bei zwei Gegenstimmen abgelehnt. In mehreren Wortmeldungen wurde jedoch betont, dass der Zusammenarbeit und Kontaktpflege mit anderen Vereinen nichts im Weg steht.  mhz

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Mi

09

Mär

2016

Stammtisch Geschichtsverein

Ab 18.00 Uhr im Restaurant Bürgerhof in Weilburg

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Mo

29

Feb

2016

Start ins Jahresprogramm 2016

Jahreshauptversammlung Geschichtsverein Weilburg, Foto: Horz
Der Vorstand des Geschichtsvereins stellt das Programm für 2016 vor: Gerhard Pauligk, Werner Richter, Frances Wharton, Peter Krauß, Christian Radkovsky, Volker Vömel und Matthias Losacker (Foto: Horz)

Weilburg an der Lahn. Viele attraktive Veranstaltungen hat der Weilburger Geschichtsverein für sein Jahresprogramm 2016 geplant: Von einem Frühlingsspaziergang zur Wallfahrtskirche im Pfannstiel über eine Studienfahrt zur Keltenwelt am Glauberg bis hin zur Ausstellung „Graf Philipp III“ im Weilburger Schloss. 

 

Der Jahresvortrag hat die „Residenzstadt“ Merenberg zum Thema und dem 40. Jubiläum des Fernsehspiels „Der Winter der ein Sommer war“ soll eine Kino-Vorführung gewidmet werden.

 

Diese und weitere Termine sowie ein ausführlicher Bericht des Weilburger Journalisten Manfred Horz werden in Kürze auf dieser Internetseite erscheinen. (cr)

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Sa

27

Feb

2016

Geschichtsverein Weilburg: Mitglieder treffen sich

Weilburg. Am Samstag, 27. Februar 2016, findet die diesjährige Jahreshauptversammlung des Weilburger Geschichtsvereins statt. Dazu sind alle Mitglieder um 15:00 Uhr in das Aktivhotel Lindenhof eingeladen. Der Vorstand trifft sich bereits um 14.00 Uhr. Auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung steht unter anderem die Vorstellung des Jahresprogramms 2016. (cr)

Unter dem folgenden Link finden Sie das Protokoll der  Jahreshauptversammlung des vergangenen Jahres:

Protokoll der Jahreshauptversammlung 2015
Protokoll 2015.pdf
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So

14

Feb

2016

70 Jahre Vertreibung: Vortrag von Werner Richter 

Weilburg. Der Zweite Vorsitzende des Weilburger Geschichtsvereins, Herr Werner Richter, wird am 14. Februar in einem Zeitzeugenbericht an die Ankunft des ersten Vertriebenentransports aus dem Sudetenland in Hessen vor 70 Jahren erinnern.

 

Veranstalter ist der Kreisverband Limburg-Weilburg im Bund der Vertriebenen, die Sudetendeutsche Landsmannschaft und die Egerländer Gmoi z’Limburg. Sie veranstalten am Sonntag, 14. Februar, eine Gedenkfeier, die um 13.30 Uhr mit einer ökumenischen Andacht auf dem Bahnhof beginnt, auf dem am 4. Februar 1946 der erste Transport ankam.

 

Die vom Akkordeonorchester der Kreismusikschule Oberlahn musikalisch umrahmte Feier folgt um 14.30 Uhr in der Aula des Komödienbaus. Nach der Begrüßung dokumentiert Werner Richter (Weilburg), Vorsitzender der Europa Union Oberlahn und Zweiter Vorsitzender des Weilburger Geschichtsvereins, in einem Zeitzeugenbeitrag seine Erlebnisse, die er als vertriebener Knabe in diesem Transport hatte.

 

Es folgen eine Ansprache der Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, die Grußworte der Gäste, der Festvortag des Weihbischofs, emeritus, Dr. h.c. Gerhard Pieschl (Limburg) und die Video-DVD-Vorführung „Flucht-Vertreibung-Aussöhnung 1945-2015“ des Weilburger Forums und Weilburg-TV.(mhz)

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Nächste Termine:

Ausstellung Philipp

• 30. Sept. – 30. Okt.
• 10 - 16 Uhr (außer Mo)
• Schloss Weilburg

Eröffnungsvortrag Philipp

• 30. September 2016
• 17:00 Uhr
• Schloss Weilburg

Spurensuche: Mittelalterliche Weilburg & Renaissanceschloss 

• Sonntag, 2. Oktober

• 14:00 Uhr

• Schloss Weilburg

Spurensuche: Mittelalterliche Weilburg & Renaissanceschloss 

• Sonntag, 9. Oktober

• 14:00 Uhr

• Schloss Weilburg

Anthropologie: Heilige Gebeine

• 12. Oktober 2016
• 19.00 Uhr 
• Aula Wilhelm-Knapp-Schule

Spurensuche: Mittelalterliche Weilburg & Renaissanceschloss 

• Sonntag, 16. Oktober

• 14:00 Uhr

• Schloss Weilburg

Spurensuche: Mittelalterliche Weilburg & Renaissanceschloss 

• Sonntag, 23. Oktober

• 14:00 Uhr

• Schloss Weilburg

Stammtisch Geschichtsverein

• 9. November 2016
• 18.00 Uhr 
• Restaurant Bürgerhof

Vortrag: Residenz Merenberg

• 16. November 2016
• 18.00 Uhr 
• Restaurant Bürgerhof

Stammtisch Geschichtsverein

• 14. Dezember 2016
• 18.00 Uhr 
• Restaurant Bürgerhof

Kontakt:

GESCHICHTSVEREIN WEILBURG e.V.

Pestalozzistraße 11

35781 Weilburg 

 

Mail:

vorstand@geschichtsverein-weilburg.de